BÖHMISCHES PARADIES

Böhmisches Paradies

Das Gebiet mit schöner Natur unweit der Hauptstadt Prag wurde schon in der ersten Hälfte des 19.Jh. zum beliebten Ziel der böhmischen literarischen, künstlerischen und intellektuellen Highsociety. Es waren gerade die Persönlichkeiten des tschechischen Kulturlebens, die hier Anregung gesucht haben und sich hier wie im Paradies fühlten. Ihre eigene Benennung Böhmisches Paradies bürgerte sich unter den Menschen so ein, dass sie zu dem offiziellen Namen dieses ganzen turistischen Gebiets wurde. Es bietet eine breite Skala an Naturschönheiten, Baudenkmälern und Bauwerken der Volksarchitektur.

Harmonisches Gelände dieses angeblichen Paradieses charakterisieren verschiedene Felsenstädte mit Wäldern, tiefen Bachtälern, Flüssen, Teichen, Wiesen, malerischen Dörfern und einer Menge an Burgen und Schlössern.

Zum Böhmischen Paradies gehören auf jeden Fall die Sandsteinfelsen, die entlang der Flusstalbecken stehen oder größere Felsenstädte bilden. Das Naturschutzgebiet Prachover Felsen bildet ein einmaliges Natur- und Kulturdenkmal mit unikalem Ökosystem, das mit den Bindungen der Felsenstadt, der Waldumgebung und den frei lebenden Tieren und Pflanzen gestaltet wird. Zu den Naturschönheiten gehört auch das System der Jinolicer Teiche am nordöstlichen Rand der Prachover Felsen.

Weitere Dominanten des Böhmischen Paradieses stellen die eigenen Ergussgesteine dar. Viele von ihnen wurden zum idealen Platz für den Burgbau. Heute sind die Burgen Kost, Trosky, Veliš oder Kumburk Wahrzeichen des ganzen turistischen Gebiets.

Außergewöhnlicher Naturwert des Gebiets vom Böhmischen Paradies führte im Jahre 1955 zur Erklärung des wertvollsten turistischen Gebiets zum Naturschutzgebiet, das 2005 gleichzeitig zum Geopark UNESCO wurde.

 
 

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